Familien- und Jugendhilfe

Als Partner der regionalen Jugendämter arbeiten wir auf den Grundlagen des systemischen Ansatzes.

Wir setzen schwerpunktmäßig die ganzheitliche und handlungsorientierte Natur- und Erlebnispädagogik als Methode ein (Lernen mit Kopf, Herz und Hand).

 

Unser Leistungsspektrum beinhaltet:

§ 30 SGB VIII   Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer
§ 31 SBG VIII   Sozialpädagogische Familienhilfe
§ 35 VIII          Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
§ 35a VIII        Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche
§41 SBG VIV   Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung
§ ?                  Neue Wege

In der Jugendhilfe sind ,,Neue Wege'' aufgrund der sich ständig verändernden Lebenssituationen oft notwendig. Wir gehen diese Wege gerne mit und entwickeln mit Ihnen neue kreative Strategien. Aktuell zum Beispiel bei der Versorgung Unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (UmF).

Naturpädagogischer Ansatz                                 Erlebnispädagogischer Ansatz

Wir orientieren uns an gemeinsam mit allen am Hilfeprozess Beteiligten erarbeiteten Aufträgen, entwickeln gemeinsamer Ziele, arbeiten lösungs- und zukunftsorientiert.

Eine wertschätzende Grundhaltung gegenüber dem jungen Menschen und dessen Familie, ein ressourcenorientiertes Vorgehen und eine individuell auf die Herkunftsfamilie abgestimmte Elternarbeit stellen wesentliche methodische Eckpfeiler unserer Arbeit dar.

Die pädagogischen Fachkräfte in der Ambulanten Familienhilfe arbeiten auf den Grundlagen des systemischen Ansatzes. Sie setzen schwerpunktmäßig die ganzheitliche und handlungsorientierte Natur- und Erlebnispädagogik als Methode ein (Lernen mit Kopf, Herz und Hand).

 

Preis: Der Fachleistungsstundensatz ist in den Rahmenbedigungen mit dem jeweiligen Jugendamt zu regeln.

 

Genauere Informationen erhalten Sie unter folgender Mobilfunknummer: 0151 4000 1997 (Frau Kölbel)

oder Sie senden uns einfach eine Anfrage unter Kontakt...

 


Eingliederungshilfe/Schulbegleitung

Rechtliche Grundlagen

Art. 3 GG
"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“.

UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere Art. 24:
„Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, […] dass behinderte Menschen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Grundschulunterricht und einer entsprechenden Sekundarschulbildung haben […]“.

§ 53 Abs.1 SGB XII:
„(1) Personen, die durch eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe, wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art oder Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann. Personen mit einer anderen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung können Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten.“

§ 54 Abs. 1 Nr. 1 SGB XII:
"Leistungen der Eingliederungshilfe sind […] Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen einschließlich der Vorbereitung hierzu […].

§ 35a SGB VIII Abs. 1, 3:

„(1) Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn
1. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und
2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtgung zu erwarten ist.“
„(3) Aufgabe und Ziel der Hilfe, die Bestimmung des Personenkreises sowie die Art der Leistungen richten sich nach § 53 Abs. 3 und 4 Satz 1, den §§ 54, 56 und 57 des Zwölften Buches, soweit diese Bestimmungen auch auf seelisch behinderte oder von einer solchen Behinderung bedrohte Personen Anwendung finden.“

§ 12 Nr.1 Eingliederungshilfeverordnung:
„die Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung umfasst auch […] heilpädagogische sowie sonstige Maßnahmen zugunsten körperlich und geistig behinderter Kinder und Jugendlicher [...], wenn die Maßnahmen erforderlich und notwendig sind, dem behinderten Menschen den Schulbesuch im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht zu ermöglichen oder zu erleichtern“.

 

Ziele der Eingliedrungshilfe

Ziel der Eingliederungshilfe ist es, Teilhabe zu ermöglichen und Schüler/-innen so in ihrer Eigenständigkeit zu fördern und sie in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken.

Durch Unterstützung der Mobilität und die individuelle Begleitung während des Schulbesuchs werden der gemeinsame Unterricht in einer Klassengemeinschaft, die Teilnahme an verschiedenen Unterrichtsformen sowie die Teilhabe an gemeinschaftsorientierten Schulveranstaltungen ermöglicht.

Langfristig soll die Eingliederungshilfe dazu beitragen, dass die SchülerInnen den Schulalltag möglichst selbstbestimmt und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend erfolgreich meistern können.


Konzept für die vertrauensbildenden Maßnahmen zu Beginn der Schulbegleitung

„Sich wandernd der Schule und einander annähern“

5 Tage lang hat der Schüler/die Schülerin gemeinsam mit der Schulbegleitung Zeit, sich der Schule anzunähern. Erst wenn beide das Gefühl haben, bereit zu sein, betreten sie die Schule.

Themen in dieser Phase sind:

  • gegenseitiges Kennenlernen
  • Vertrauensaufbau
  • Gemeinsames Erleben
  • Klärung von Erwartungen und Befürchtungen
  • Kontrakt erstellen
  • Rollen klären: Was brauchst du als Schüler von mir als Begleiter?
  • Umgang mit Reaktionen Anderer, schwierigen Situationen etc.
  • Aufarbeitung der negativen Assoziationen mit Schule

Ein guter Start ist für uns der Schlüssel zu einer gelingenden Schulbegleitung. Das Vertrauen bildet die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. SchülerIn und BegleiterIn erhalten die Gelegenheit, eine Idee davon zu bekommen, wie es gelingen kann, wieder gerne in die Schule zu gehen.

Während der folgenden Zeit kann dann an die Vereinbarungen dieser ersten Phase angeknüpft werden, indem z.B. der Kontrakt bei einem Verstoß wieder hervorgeholt wird.

Für Informationen bzgl. Kosten, Personal und den Stundensatz kontaktieren Sie bitte Frau Kölbel unter folgender Mobilfunknummer: 0151 4000 1997



Betreutes Wohnen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

„Raus aus der Heimat-rein nach Deutschland“

ZDF heute journal Beitrag vom 08.09.2015 über Minderjährige Flüchtlinge in Deutschland

Örtlichkeiten/Räume:

Das betreute Wohnen findet ausschließlich in genehmigten Wohnungen statt.  Für jede/n Jugendliche/n steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung; Küche und Bad stehen in jeder Wohnung zur Verfügung und werden gemeinschaftlich genutzt. Das Betreute Wohnen beinhaltet die Unterbringung, Betreuung und Förderung von männlichen und weiblichen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF).

Zielgruppe:

Zielgruppe sind minderjährige Flüchtlinge, die

  • mindestens das 16. Lebensjahr vollendet haben
  • in der Inobhutnahmestelle gezeigt haben, dass sie sich zuverlässig an Regeln und Absprachen halten können
  • die Bereitschaft zeigen, sich in der Wohngemeinschaft mit den vorgegebenen Regeln zu integrieren
  • die Bereitschaft zur Teilnahme an den Gruppenangeboten zur Integration zeigen

Ziele:

  • Verselbständigung / Alltagsbewältigung
  • Berufliche Orientierung
  • Beratung
  • Förderung von Kompetenzen in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen
  • Integration

Dauer und Umfang:

Die Dauer des betreuten Wohnens ist im Regelfall auf 2 Jahre ausgerichtet.

Im ersten Jahr geht es in erster Linie um Vertrauensaufbau Alltagsbewältigung und Integration in all ihren Teilbereichen und Schritten.
Im zweiten Jahr liegen die Schwerpunkte in der beruflichen Orientierung und der Vorbereitung auf den Berufseinstieg.

Leistungen

  1. Einzelarbeit
  2. Gruppenarbeit
  3. Integrationshelfer aus der eigenen Heimat – Kulturdolmetscher und Nachbetreuung
  4. Förderung der Anerkennung von Flüchtlingen in Deutschland

Ansprechpartnerin

Kerstin Kölbel

Mobil: 0151-40001997
E-Mail: k.koelbel@NETmitSystem.de